Birkach

Ortsteil Birkach
Erstmals wurde Birkach urkundlich erwähnt am 12. Juni 1231 in Zusammenhang mit der Übergabe der Besitzungen der Edlen von Rauheneck, in diesem Fall Herman de Ruhenecke, an den Würzburger Bischof Hermann I., aus dem Hause Lobdeburg. Das Dorf wechselte infolge der häufigen Lehenswechsel auch zwangsläufig seine Besitzer. 1412/13 erwirbt Ritter Georg Fuchs von Breitbach das Dorf Birkach käuflich und erhält es als Würzburger Lehen. Wie in Burgpreppach, Ibind und Hohnhausen führt der Ritter Hans Wilhelm Fuchs von Bimbach auf einmütigen Beschluß des Ritterkantons Baunach 1563 die Reformation ein, eingegliedert in die evangelische Pfarrei Burgpreppach bis 1671.
1640 verkauften die Fuchs von Bimbach infolge hoher Schulden aus dem 30jährigen Krieg die Dörfer Birkach und Hohnhausen an die Truchseß von Wetzhausen. Auf Grund dieses Besitzerwechsels schieden die Einwohner der beiden Dörfer 1671 aus dem Verband der evangelischen Pfarrei Burgpreppach aus. Hohnhausen wurde Bramberg zugeteilt, einer Filiale der katholischen Pfarrei Jesserndorf und die Pfarrpfründe von Birkach mit Kapelle der katholischen Pfarrei Gemeinfeld zugewiesen. Über diese Regelung kam es bis in die jüngste Vergangenheit immer wieder zu Unstimmigkeiten. Die Filialkirche zu den heiligen Aposteln Philipp und Jakob steht im mauerumfriedeten Gottesacker und ist ein frühgotischer Bau, der um 1300 entstanden ist und im 17/18. Jh. verändert wurde. Sie grüßt freundlich den auf der Kreisstraße von Ueschersdorf kommenden Besucher mit ihrem frühgotischen Chor mit seinen Strebepfeilern und Spitzbogenfenstern von der Bergnase der ansteigenden Straße nach Ditterswind.

Der Ort Birkach zählt 54 Einwohner im Jahr 2008.

Chronik zu Burgpreppach

 

Burgpreppach liegt 10 km östlich von Hofheim in einem idyllischen Seitental der Baunach. Im 8. Jahrhundert ist der Ort im Besitz der Grafen von Henneberg. Im Jahr 1340 wurde Burgpreppach durch die Freiherrn Fuchs von Haßfurt käuflich erworben. Nach Aussterben der Haßfurter Linie kommen Schloß und Ort im Jahr 1548 in den Besitz der Freiherrn Fuchs von Schweinshaupten und damit zur Familie Fuchs von Bimbach und Dornheim. Im Jahr 1699 wurde Burgpreppach durch den Würzburger Bischof zum Markt erhoben.
Eine der monumentalsten Anlagen im Haßberggebiet ist das Schloß, 1726 auf dem Gelände eines alten turmähnlichen Wasserschlosses erbaut. Architektonisch steht es in einer Linie mit den spätbarocken Bauten Johann Dientzenhofers in Bamberg. Man betritt das Hauptgebäude durch ein prächtiges Säulenportal. Eine breite Podesttreppe mit Balustergelände führt in das Obergeschoß.
Bedeutend ist auch das Dorfensemble von Landschloß und Rokokokirche im Gemeindeteil Leuzendorf. Das Schloß wurde im 16. Jahrhundert als Wasserschloß erbaut und war lange Zeit im Besitz der Familie von Erthal, die es um 1750 barock verändern ließ. Die prächtige Innenausstattung des reizenden Rokoko-Kirchleins stammt von Thomas Wagner, die holzgeschnitzten Erthal-Epitaphien wurden von den Bamberger Schnitzermeistern Bonaventura und Martin Mutschele gefertigt.
Die Pläne der kath. Pfarrkirche Mariä Geburt im Gemeindeteil Gemeinfeld stammen aus dem Büro des bedeutenden Baumeisters Balthasar Neumann (1687-1753).
Ansiedlung jüdischer Bürger
Bereits nach dem Ende des 30-jährigen Krieges wurden vom tatkräftigen Ritterhauptmann Eitel Heinrich Fuchs von Bimbach zu Burgpreppach und Schweinshaupten hier und in Schweinshaupten bereits die ersten Juden angesiedelt. Seinerzeit war das kleine Gebiet der Herrschaft Fuchs durch die vielen Plünderungen und Zerstörungen, die die durchziehenden Kriegsvölker angerichtet hatten, wirtschaftlich völlig ausgeblutet. Was lag für den Dorfherren näher, neben seinen Untertanen, die sich in die Wälder verlaufen hatten und mühsam wieder zusammengeholt werden mussten, neue Einwohner anzusiedeln. Und da bot es sich von selbst an, die Juden, die im Hochstift Würzburg von den Bischöfen wiederholt ausgewiesen worden waren, als sogenannte Schutzjuden aufzunehmen und hier ansässig zu machen. Die Juden waren dafür bekannt, dass sie durch besonderen Fleiß es bald zu Vermögen brachten und Handel und Wandel förderten. Dass die Erwartungen der Dorfherrschaft von den Juden nicht enttäuscht wurden, zeigt die Entwicklung von Burgpreppach zu einem Wirtschaftszentrum für die ganze Umgebung in der damaligen Zeit.

Im Pfarrbericht von 1806 ist vermerkt, dass in Burgpreppach neben 43 evangelischen und 26 katholischen bereits 48 jüdische Familien in Burgpreppach wohnten. Das Verhältnis zwischen Juden und Christen im Ort war durchweg gut, nicht zuletzt auch deswegen, weil viele Christen, vor allem Handwerker und Landwirte sowie auch Taglöhner bei den Juden zusätzlich Arbeit und Verdienst fanden.
Das Zusammenleben verschlechterte sich aber zunehmend, als Ende der zwanziger Jahre die Rassenpropaganda der Nationalsozialisten eine wahre Hetze gegen die Juden entfesselte. Viele jüdische Bürger zogen die für sie richtige Konsequenz, verkauften ihren Grundbesitz und wanderten aus. Von den zurückgebliebenen alten und ärmeren Juden wurden nach Ausbruch des Krieges 1939/1940 23 Personen zwangsverschickt, in Konzentrationslager verschleppt und dort umgebracht.

In Burgpreppach befindet sich auch ein Judenfriedhof, den die Dorfherren Fuchs bereits im Jahre 1708 den Juden eingeräumt hatten.

Gemeinfeld

Ortsteil Gemeinfeld
Gemeinfeld gehört zum den verhältnismäßig spät in Urkunden genannten Orten. Erstmals taucht es unter seinem heute noch gebräuchlichen Namen am 10. Juni 1231 als Lehen von Würzburg auf. Der Name bedeutet auf ein der Allgemeinheit gehöriges Feld hin, auf dem eine Siedlung errichtet wurde. Als sicher ist anzunehmen, dass die Gründung des Dorfes Gemeinfeld spätestens um die Jahrtausendwende bereits vollzogen war.
Die Kirche in ihrer heutigen Form wurde unter Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn (1729-1746) unter Mitwirkung von Balthasar Neumann erbaut und am 28. Juli 1744 durch den Würzburger Weihbischof Johann Bernhard Mayer geweiht. Zur Innenausstattung läßt sich nur mit Sicherheit sagen, daß sie aus der Erbauerzeit stammt. Die Deckengemälde sind wahrscheinlich aus dem 19. Jh. und sind der Nazarener Schule zuzuschreiben. Das Altarbild stammt aus der Jahrhundertwende und ist 1903 signiert. Über dem Hochaltar befindet sich das reichsgräfliche Wappen des Hauses von Schönborn. Die Kirche wurde 1990 gründlich renoviert.

Der Ort Gemeinfeld zählt 201 Einwohner im Jahr 2008.

Homepage zum Ort: www.gemeinfeld.de

Fitzendorf

Ortsteil Fitzendorf
Dorf des Fizo - im Lehensbuch des Würzburger Bischofs Gottfried III. von Hohenlohe (1314 – 1322) wird ein Heinricus de Erlebach mit dem Zehnten in "Fezzendorf" belehnt. 1687 wird Fitzendorf der Pfarrei Gemeinfeld zugeteilt, wo es bis zum heutigen Tag verblieben ist. 1814 wird Fitzendorf wegen seiner Größe unter 50 Familien der Gemeinde Gemeinfeld zugeteilt, erhält aber 1852 erneut seine Selbständigkeit. Fitzendorf bekam auch eine eigene Schule, die aber 1923 wegen Schülermangel geschlossen wurde, einige Jahre später aber bis zum Beginn des II. Weltkriegs wieder geöffnet war.
Noch vor Beginn des zweiten Weltkrieges Mitte der dreißiger Jahre haben die Einwohner von Fitzendorf aus eigenen Mitteln im Dorf gegenüber dem Schulgebäude eine Kapelle errichtet, die dem heiligen Josef geweiht ist. Einmal in der Woche liest dort der katholische Pfarrer von Burgpreppach als zuständiger Seelsorger eine heilige Messe.

Der Ort Fitzendorf zählt 89 Einwohner im Jahr 2008.

Hohnhausen

Ortsteil Hohnhausen
Die Siedlung Hohnhausen gehört zum frühen Landausbau (während der Karolingerzeit) und ist wahrscheinlich um 800 entstanden. Die erste urkundliche Erwähnung finden wir in einer Urkunde des Klosters Ebrach über einen Güteraustausch zwischen dem genannten Kloster und dem Würzburger Domkapitel im Jahre 1148. Bis 1640 hat Hohnhausen die gleiche Geschichte wie Ibind und Burgpreppach. Im Jahre 1640 mußten die Brüder Eitel Heinrich Fuchs von Bimbach zu Burgbreitbach und Ludwig Wilhelm Fuchs von Bimbach zu Gleisenau wegen hoher Schuldenlast, verursacht durch die schweren Vermögensschäden im Dreißigjährigen Krieg, die Dörfer Hohnhausen und Birkach an die Truchseß von Wetzhausen verkaufen. Hohnhausen verblieb dann im Besitz der Truchseß von Wetzhausen zu Bundorf bis zum Ende des Hochstifts Würzburg in der napoleonischen Zeit. Auf Grund dieses Besitzerwechsels wurde 1671 der Ort Hohnhausen aus dem Verband der evangelischen Pfarrei Burgpreppach herausgelöst und der Filialkirche Bramberg der Jesserndorfer Pfarrei zugeteilt. Erst 1820 wurden die Einwohner von Hohnhausen, die damals ja alle evangelisch waren, wieder der evangelischen Pfarrei Burgpreppach zugeteilt und sind es bis heute geblieben. Die später zugezogenen wenigen Katholiken in Hohnhausen gehören zur katholischen Pfarrei Burgpreppach.

Der Ort Hohnhausen zählt 179 Einwohner im Jahr 2008.

Zusätzliche Informationen