Ueschersdorf


Ortsteil Ueschersdorf
Die älteste Urkunde von 1321 nennt „Eusirdorf" in Zusammenhang mit der Belehnung der Brüder Aplo, Theino und Hugelinus von Lichtenstein mit dem Burggut Altenstein. Nach Schmiedel leitet sich der Name „Ueschersdorf“ von dem mittelhochdeutschen Wort ,,nuescher“, von Spange oder Trog ab und erklärt den Namen als „Dorf eines Spangen- oder Trogmachen“.
Auch in der Folgezeit werden die Ritter von Lichtenstein wiederholt mit dem Zehnt oder doch mit Anteilen am Zehnt in Ueschersdorf belehnt. 1610 erhalten die von Rotenhan den Zehnt in Ueschersdorf.
Im Dreißigjährigen Krieg hat Ueschersdorf sehr gelitten. Nach dem Bericht des Ritters Hans
Christoph Truchseß von Wetzhausen vom 03.12.1632 haben die Kaiserlichen – 600 Mann stark - von Ebern herkommend Burgpreppach, Ditterswind, „Üschdorf“ und Erlsdorf geplündert, Burgpreppach und ,,Üschdorf" in Brand gesteckt und sämtliches Vieh nach Haßfurt weggetrieben.
Im Jahre 1394 verkaufte der pommersche Herzog Swatibor das ehemalige hennebergische Amt Königsberg an das Fürstbistum Würzburg, das es dann an wieder dem Landgrafen von Thüringen veräußerte. 1704 verkauft der damalige Landesherr von Königsberg, der Herzog von Hildburghausen seinen Zehntanteil an das Hochstift Würzburg. Hiervon betroffen war auch Ueschersdorf, das damit aus dem Zehnt Königsberg ausschied und dem alten Zehnt Wettringen zugeteilt wurde.
Nach der Säkularisation 1803 teilte auch Ueschersdoff das Schicksal unserer Gegend. 1807 erwarb der Großherzog Ferdinand von Toskana von dem Herzog von Sachsen - Hildburghausen die vollen Hoheitsrechte über Ueschersdoff. 1814 kam Ueschersdorf wie alle benachbarten Orte an Bayern.
Kirchlich gehört Ueschersdorf zur evangelischen Pfarrei Ditterswind; die wenigen Katholiken des Ortes gehören zur katholischen Pfarrei Gemeinfeld und werden jetzt von dem katholischen Pfarrer in Burgpreppach betreut.
Der Turm der evangelischen Kirche in Ueschersdorf ist 1601 erbaut worden; er ist zweigeschossig, hat quadratische Form und ein spitzbogiges Helmdach nach gotischern Stil. Unter der Glockenstube laufen rings um das Mauerwerk Gurtgesimse. Die Klangöffnungen sind rundbogig und profiliert. Die Jahreszahl 1603 ist am Turm zu lesen. Das Langhaus der Kirche wurde 1866 neu gebaut.

Der Ort Ueschersdorf zählt 89 Einwohner im Jahr 2008.

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