Ortsteil Burgpreppach

Ortsteil Burgpreppach
Der frühere Name war „Breitbach“, und die genaue Gründungszeit nicht bekannt. Sicher ist, daß die Ritterfamilie der Flieger ("Flyger") aus Haßfurt zwischen 1258 und 1267 mehrmals urkundlich als Besitzer bezeugt ist. 1340 verkaufte dann ein Ritter Theoderich Flieger Breitbach an den Ritter Otto Fuchs von Suntheim. So kam die Familie Fuchs nach Burgpreppach. 1557 erhielten die Fuchs die hohe und niedere Gerichtsbarkeit durch Kaiser Ferdinand I. (1558-1564). Kaiser Karl VI: (1711-1740) verlieh mit Urkunde vom 10. Oktober 1713 das von Ferdinand verliehene Privileg erneut. Bauherr des Schlosses war Reichsfreiherr Johann Philipp Fuchs von Bimbach und Dornheim zu Burgpreppach. Der Neubau zog sich von 1716-1724/25 hin. Architekt war wahrscheinlich Joseph von Greising. Nach dessen Tod übernahm Balthasar Neumann, der nachweislich in Burgpreppach war, die Bauaufsicht. Das Schloß ist in seinem Innenausbau nie fertig geworden, da der Siebenjährige Krieg, die Napoleonischen Kriege und die Mediatisierung des Hochstifts Würzburg große wirtschaftliche Einbußen für die Schloßherrschaft brachten. Auf Befehl Napoleons verloren 1806 die Reichsritterschaft ihre Reichsunmittelbarkeit. So löste sich auch 1807 der Ritterkanton Baunach auf. Am 1. Januar 1806 wurde Bayern Königreich.
Reichsfreiherr Ludwig Reinhold Fuchs von Bimbach und Dornheim war der letzte evangelische Fuchs, der am 1. August 1704 in der ev. Kirche von Burgpreppach beigesetzt wurde. Sein Sohn war dann der Erbauer des Schlosses. Er tat zum katholischen Glauben über und ließ für die Familie und die Beamten die Schloßkapelle erbauen und legte so den katholischen Schloßbezirk und damit die Grundlage für die heutige katholische Gemeinde fest. 1585 wurde die evangelische Kirche gegen den Willen des Würzburger Fürstbischofs erbaut und 1734 ihr Langhaus erneuert. Die katholische Kirche wurde 1934 erbaut und am 19. Mai 1935 geweiht.

Der Ort Burgpreppach zählt 496 Einwohner im Jahr 2008.

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